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Diskus (Fisch) ArtikelDer Diskus (Symphysodon discus), auch als der König der Aquarienfische genannt.
Er stammt aus dem Amazonasgebiet und wurde 1833 von Johann Natterer auf einer 18-jĂ€hrigen Brasilien-Expedition erstmals gefangen und konserviert; die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte dann 1840 durch Johann Jacob Heckel in seiner berĂŒhmten Veröffentlichung "Johann Natterers neue FluĂfische Brasiliens nach den Beobachtungen und Mitteilungen des Entdeckers beschrieben".
Der erste lebende Diskusfisch wurde 1921 nach Deutschland importiert, verendete aber alsbald. Erst ab 1932 wurden unabhĂ€ngig voneinander mehrere kleine Diskusgruppen eingefĂŒhrt und mehr oder minder erfolgreich gehalten.
Die erfolgreiche Zucht sollte erst 1936 durch Zufall Hermann und Herbert HĂ€rtel gelingen; bis dato hatte man, um Eier- bzw. Larvenfressen durch die Elterntiere zu unterbinden, diese nach der Eiablage und Befruchtung von den Eiern separiert.
Aufgrund einer besonders aufwendigen und unĂŒblichen Brutpflege bei den Diskusfischen konnte dies aber nicht gelingen.
Zum einen werden unbefruchtete oder anderweitig verschimmelte Eier aus dem Gelege gepickt, dann wird das Gelege stĂ€ndig durch FĂ€cheln mit frischem sauersoffreichem Wasser umspĂŒlt.
Nach dem Schlupf der Larven (50 bis 200 Tiere) kleben diese noch einige Tage mittels eines Haftschleimes an dem Laichsubstrat und werden öfters umgebettet, d.h., sie werden abgepickt, in dem Maul meist ca. einige Zentimeter transportiert, und andernorts wieder angeheftet. Exakt dieses Verhalten wurde als Auffressen der Larven miĂdeutet.
Desweiteren werden die dann nach ungefähr 1 Woche schwimmfĂ€higen Larven mit einem Hautsekret, welches sich auf der KörperoberflĂ€che beider Elterntiere bildet, ernĂ€hrt. Die erste Woche ausschlieĂlich, dann wird auch kleines Plankton aufgenommen; aber dies "Knabbern" an Mama und Papi hĂ€lt noch lange an und fĂŒhrt häufig zu regelrechten Löchern und Ausfransungen in dem Flossensaum, welche sich aber schnell wieder verwachsen.
Heutzutage gilt die Zucht von Diskusfischen als eher wenig schwierig, wenn auch technisch aufwendig.
Die allermeisten in dem Handel erhÀltlichen Tiere sind Nachzuchten, lediglich einige "Spezialisten" halten WildfÀnge , die in dem Preis auch deutlich teurer sind.
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